Tai Chi Energielehre

Energie

Schon die Chinesen gingen davon aus, dass die Energie unserer Aufmerksamkeit folgt. Unser Energiefluss könne dabei bewusst gesteuert werden. Atem und Bewegungen könnten zu Gedankenleere und innerer Ruhe führen, aus der sich unser Körper regeneriert.

—Bedeutet es den Unterschied zwischen Gesundheit und Krankheit? …“http://www.rolfing-movement.de/Kurzinfo/Artikel/Deepak_Chopra/deepak_chopra.HTM

Unser Immunsystem wird angeregt, Verspannungen abgebaut und unsere Rückenmuskeln gestärkt . Der daraus entstehende Stressabbau, sorgt für mehr Gesundheit und Wohlbefinden (siehe auch Körperliches Gleichgewicht).

Yin und Yang

Yin und Yang werden in den 12 Axiomen folgendermaßen beschrieben:

Die 2 Pole , “+ und –” der unendlichen Leere ,des Dao – “0”. Sie erzeugen sich beständig. Sie ziehen sich an und stoßen sich ab. Yin erzeugt Kälte, Yang Hitze. Eines verdrängt das Andere. Alles wird durch ihre Beziehung zueinander bestimmt. In allen Dingen und Erscheinungsformen verändern sie sich ununterbrochen. Sie sind nie konstant. Nichts ist vollständig Yin. Nichts ist vollständig Yang. Immer ist eines gerade überwiegend. Yin erzeugt Yang. Yang erzeugt Yin. Eines innen das andere außen.

Diese Prinzipien wurden sehr gut im I Ging beschrieben:

Historisch ist das I Ging viel älter als die Yin-Yang-Lehre (陰陽 / 阴阳 Yīn Yáng), folgende Zuordnun-gen für die zwei „Linien“ (兩儀 Liǎng Yí) sind jedoch mit der Zeit üblich geworden:

Die durchgezogene Linie steht für das yáng (陽): Ausdehnung, maskuliner Aspekt, Licht, Le ben, ungerade Zahlen, Durchdringung, Berge; in Indien der Lingam. Symbol ist der Drache.

Die unterbrochene Linie steht für das yīn (陰): Zusammenziehung, femininer Aspekt, Dun kelheit, Nacht, Tod, gerade Zahlen, Widerstand, Wasserläufe; in Indien die Yoni. Symbol ist der Tiger.

Jeder Wandlungsprozess wurde in das I Ging eingetragen. Ursprünglich war es kreisförmig angeordnet, um so das Dao zu symbolisieren in dem sich Yin und Yang ununterbrochen zueinander in Beziehung setzen.

Die 8 Seiten der Welt – die 8 Angriffs/Verteidigungsrichtungen beim Kung Fu.

Die 8 Himmelsrichtungen die sich wieder den Elementen zuordnen lassen. Diese haben auch ihre Entsprechung zu den inneren Organen des Körpers, sowie den Jahreszeiten…


Seite „I Ging“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 31. Juli 2011, 17:25 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=I_Ging&oldid=91927592 (Abgerufen: 7. August 2011, 07:27 UTC).

Qi als Energieform

Um Qi als Energieform (Lebensenergie oder Energie des Spirituellen) zu stärken, gibt es auch die Möglichkeit den Körper und seine Energiebahnen (z.B. durch Akupunktur), wie eine Antenne zu nutzen. Siehe Mudras, um so bestimmte Fähigkeiten und Bewusstseinszustände zu erlangen. Qi kann gelenkt werden, um gefährdete Körperstellen zu schützen. Das angreifende Qi kann zerstreut oder abgeleitet werden.

Um das Qi lenken zu können, muss der Kung Fu Schüler lernen, das Qi zu visualisieren, es zu fühlen und dort hinzuschicken, wo es gebraucht wird. Bei höheren Stufen sollte es möglich sein, dieses auch außerhalb seines Körpers zu bewegen. Siehe auch z.B. bei den indischen Yogis. Beim Training sollte auf Rhythmus geachtet werden, welcher Wandlungen vollziehen kann und dafür sorgt, dass die Abläufe nicht erstarren. Stärke wandelt sich in Weichheit und Schwäche in Stärke.

Das “Wahre” liegt außerhalb von Worten und kann nur „von Herz zu Herz” übertragen werden, bzw. selber erfahren. Ist das Qi gereinigt, beginnt der Mensch in eine andere Bewusstseinsebene aufzusteigen (siehe auch Handlungsbewusstsein). Qi ist mit allem verbunden – auch mit dem, was bereits war…

So ist alles im Kosmos, auch in den Kampfkünsten, von Rhythmus geprägt. Es ist wichtig, den richtigen Rhythmus zu finden, sein eigenes Musikstück zu kreieren und mit in den großen Chor der Natur einzustimmen. Den Herzschlag des Universums fühlen.


Weiterführende Informationen zu Mudras, den verschiedenen Gesten und Posen in der tibetischen Ikonographie:
http://www.thangka.de/Icono/Mudras/Mudras.htm [Zugriff: 2018].